Mit Trans-IT e.V. haben wir eine Struktur geschaffen, die durch ihren offenen Charakter Projekte möglich macht, die uns am Herzen liegen. Die Aktivitäten von Trans-IT e.V. werden durch das Engagement und die Initiative der Mitglieder bestimmt - stets im Rahmen der grundsätzlichen Werte des Vereins, die Ergebnis und Teil eines fortlaufenden Prozesses sind.
Unsere Arbeit konzentriert sich auf Bildungsansätze, die über Schule und Ausbildung hinausgehend für globales Lernen stehen.
Dabei verstehen wir Nachhaltigkeit zunächst im Sinne der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung: Nachhaltig ist ein Trans-IT Projekt, wenn es "den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen". Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verträglichkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit sind - entsprechend des "Dreiecks der Nachhaltigkeit" - in dieser Konzeption gleichwertige Ziele. Vor allem aber begreifen wir Nachhaltigkeit in diesem Sinne als internalisierten Wert, als ständige Referenz, an der sich jedes Handeln ausrichtet. Es geht also um Nachhaltigkeit als Haltung.
Zivilgesellschaftliches Engagement verstehen wir als lokale oder regionale Antwort auf globale Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Wir befürworten Selbstbestimmung und Mitbestimmung vor Ort und wollen greifbare, kleine Strukturen unterstützen, wie beispielsweise Projekte auf Nachbarschaftsebene. Stichwort dafür ist: Selbst die eigene Lebensumgebung gestalten.
Auf ähnlicher Ebene siedeln wir den Interkulturellen Dialog an: Es geht uns um Face-to-Face-Kommunikation, darum, andere Lebenswelten kennen zu lernen und sich mit dem Ziel des gegenseitigen Verstehens im Gespräch zu begegnen. Dabei ist es uns wichtig festzuhalten, dass sich niemals Kulturen begegnen, sondern Individuen - die freilich von Kultur geprägt sind. Da Kultur aber keine festgeschriebene Größe ist, die man "erlernen" könnte, sondern stets im Fluss, uneindeutig und bewegt ist, wird kulturelles Lernen vor allem in der reflektierten direkten Begegnung möglich. Im Mittelpunkt steht die persönliche Erfahrung und das Lernen, mit Unterschieden, mit Brüchen und mit mehreren Wahrheiten umzugehen.
Zusätzlich zu diesen inhaltlichen oder philosophischen Zielsetzungen ist es uns wichtig, dass Trans-IT Projekte die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Möglichst niederschwelliger Zugang gewährleistet, dass sich unsere Projekte potentiell an jeden wenden - unabhängig von materiellen, sozialen oder kulturellen Gegebenheiten. Dazu gehören zum Beispiel die Vermittlung von Bildungspatenschaften oder Stipendien und möglichst barrierefreie technische Lösungen wie zum Beispiel freie Software. Es geht darum, die Projekte zielgruppenspezifisch und gleichzeitig integrierend auszurichten.