Idee
Die Idee, gebrauchte Computer zu sammeln, um Bildungsprojekte in weniger entwickelten Ländern zu fördern, ging aus einer Gruppe befreundeter Politologen und IT-Spezialisten hervor. Die ungebremste Euphorie über die Expansion des Internets und der damit verbundene ökonomische Boom erreichten gerade seinen ersten Höhepunkt. Die Studenten-Gruppe beschäftigte sich mit der Tatsache, dass die weniger entwickelten Länder, insbesondere in Afrika, Asien, Osteuropa und Südamerika, von dieser Entwicklung weitgehend ausgeschlossen blieben.
Vereinsgründung
1998 gründeten Münchner Studenten Trans-IT e.V als Verein zum Transfer von Informationstechnologie. Ziel war es damals, gebrauchte Rechner in Deutschland zu sammeln und an gemeinnützige Organisationen und Institution in weniger entwickelten Ländern weiterzuleiten, die Kinder und Jugendliche im Umgang mit Computern unterrichten.
Erfolgreicher Start
Kurz nach der Gründung als eingetragener Verein hatte Trans-IT e.V bereits das erste Projekt in Bogotá, Kolumbien, erfolgreich durchgeführt. Bis 2001 folgten fünf weitere Projekte in Mali, in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und in Bangladesch. Oberste Prämisse von Trans-IT e.V war bei allen Projekten: Wir arbeiten nur mit Projektpartnern, die wir kennen und die unser Vertrauen genießen.
Entwicklung
Als 2000/2001 die meisten Mitglieder ihr Studium zum Abschluss brachten und den Einstieg ins Berufsleben zu bewältigten hatten, musste Trans-IT e.V gezwungenermaßen einige Restrukturierungen vornehmen. Seit 2002 hat sich der Verein mit Fachleuten aus den Bereichen Ethnologie, Informatik und Politologie verstärkt, seine Strukturen professionalisiert und seine Aktivitäten wieder aufgenommen. Vorerst blieb die Grundidee des Computer-Transfers erhalten. Im Verlauf des Aufbaus eines EDV-Zentrums in Pama, Burkina Faso (Westafrika), gestaltete sich der Transport der Rechner über die Maßen kompliziert. Mit der verstärkten weltweiten Verbreitung von Computern und IT-Technologien haben auch große Institutionen und Organisationen begonnen, professionell das gleiche Konzept, das Trans-IT e.V. zu grunde liegt, umzusetzen. Das Verschicken von IT-Hardware erschien für einen kleinen Verein wie TransIT e.V. somit zunehmend obsolet.
Status Quo
TransIT e.V. hat sich aufgrund oben genannter Entwicklungen dazu entschieden, sich vom Hardware-Transfers zu distanzieren und sich auf das inhaltliche Anliegen des interkulturellen Dialogs im Nord-Süd-Gefälle und der Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Bildung in benachteiligten Regionen zu konzentrieren. Insofern hat sich der Tätigkeits-Horizont von TransIT e.V. erweitert. Der Verein versteht sich nun als offene Plattform, die Projekte im oben genannten Sinne ermöglicht und fördert.