Vorstellung, Ziele und Vorgehensweise des FESDIG
Das FESDIG nahm sich das traditionelle Erntedankfest Dilembu, was soviel bedeutet, wie „von der
neuen Hirse kosten“ als lokalen Anlass und Ausgangspunkt für seine Aktivitäten. Es fand bereits
sieben Mal statt und es wächst von Jahr zu Jahr. 2009 waren 9000 Besucher dort.
Mehr als nur ein Rahmen zur Steigerung des Selbstwertgefühls der ländlichen Bevölkerung, zur
Entfaltung von Talenten und zur Begegnung mit der eigenen Geschichte und den eigenen Werten,
ist das FESDIG vor allem ein wichtiges Instrument der lokalen wirtschaftlichen und infrastrukturellen
Entwicklung.
Seit 6 Jahren stellt das FESDIG für die ländliche Bevölkerung eine zusätzliche Einkommensquelle dar.
Das Festival eröffnet an den vier Tagen mit seinen vielen Gästen und Aktivitäten einen neuen Markt
mit vielen neuen Kunden. Es ist heute eine Tatsache, dass im Lauf der Jahre, das Festival stark zur
Verbesserung der Lebensbedingungen der im Umkreis des Festivals ansässigen Bevölkerung
beigetragen hat.
Wir freuen uns über den ökonomischen Einfluss des FESDIG, der auf 120% seiner Realisationskosten
geschätzt wird. Tatsächlich profitiert die ländliche Bevölkerung von den wirtschaftlichen Einkünften,
deren Marktzugang sich vorher rein auf den Rahmen ihrer Dörfer beschränkte.
Unter anderem durch den Einfluss des FESDIG wurde der 7 km lange
schmale, holprige Steinweg
von der Landstraße nach Tiantiaka ausgebaut, so dass es nun relativ leicht zu erreichen ist. Außerdem wird, dieses Jahr dank des FESDIG, ein Brunnen gebaut und beim FESDIG 2010
eingeweiht. Die Bevölkerung von Tiantiaka wird ihn das ganze Jahr über nutzen können und
während der vier Tage des FESDIG können Gastronomen, Künstler und Gäste von der Nähe des
Wassers profitieren.
Folgende drei zentrale Quellen ermöglichen die Durchführung des FESDIG:
- Der physische und materielle Einsatz der lokalen Bevölkerung,
die gleichzeitig Nutznießer des Festivals ist. Wir schätzen den Anteil ihrer Arbeitskraft auf 90% und ihren materiellen Beitrag auf 80% der benötigten lokalen Materialien.
- Der finanzielle Beitrag der Partner und Unterstützer
Dieser Beitrag ist notwendig für die Gagen bekannter Künstler, für die Preise der
Gewinner der vielen Wettbewerbe (wie z.B. ein Fahrrad, Radio, Pflug, Eselskarren,
Kochtöpfe oder kleine Summen Bargeld), für Kommunikation und Werbung, für
Transportmittel und Treibstoff, die Verpflegung der Künstler und Organisatoren,
Verwaltungskosten, die Beschallungsanlage, Licht, die Miete eines Stromgenerators, etc.
- Ehrenamtliche Tätigkeiten
Neben den genannten Quellen sind es jedes Jahr viele einzelne Helfer, die sich mit
ihrem persönlichen Talent und Einsatz für das FESDIG engagieren. (Letzes Jahr waren es
rund 200 Freiwillige und deren Einsatz reichte vom Kochen für die Künstler bis zum
Designen und Umsetzen der Webseite, von der Moderation bis zum Wasserholen für die
Gäste, vom Aufhängen der Plakate bis zum Aufstellen der Stände, etc.)
Im Gegensatz zu dem, was man nun denken könnte, reicht diese Vielzahl an Quellen nicht für die
Umsetzung aller Pläne aus, die jedes Jahr aus Mangel an Budget wieder in der Schublade
verschwinden müssen. Der Deckungsbeitrag liegt im Durchschnitt bei ca. 40% des geplanten
Budgets.
=> hier können Sie spenden
=> mehr Infos, Bilder und Videos auf der Webseite des FESDIG (französisch)